BUKO Büro

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Stand Spendenkapagne 2017


40 Jahre BUKO: Radikal global & the future is still unwritten…

Die BUKO wird 2017 vierzig Jahre alt. Gegründet 1977 haben wir damit eine lange widerständige Geschichte hinter uns. Viele Hochs und Tiefs, mit vielen internationalistischen Themen, Kampagnen und Kongressen. Die BUKO hat sich gewandelt, ist gescheitert, hat sich neu erfunden. Wir freuen uns, dass die BUKO trotz einiger grauer Haare weiter undogmatisch links und internationalistisch geblieben ist. 2017 soll der Blick also zurückgehen, wir wollen uns unserer Geschichte erinnern, aber auch nach vorne blicken. Wie wollen wir 2017 und darüber hinaus internationalistische Politik und Praxis gestalten?

Damit die BUKO weitermachen kann, brauchen wir eure Unterstützung. Die Spendenkampagne geht in eine neue Runde. Bis zum Herbst 2017 benötigen wir 33.333 Euro. Wir freuen uns über jede Spende. Alle Infos zur Spendenkampagne: www.buko-braucht-kohle.de

DER BLICK ZURÜCK

In Berlin gehen zehntausende Menschen gegen die „imperialistischen Bestien“ IWF und Weltbank auf die Straße, parallel finden Demos in vielen westdeutschen Städten statt. Von einem neuen Internationalismus ist im Jahr 1988 die Rede. Das häufig zugrunde liegende Gut-Böse-Schema der 1960er-1970er und die ärgsten Irrtümer internationalistischer Solidarität – Verklärung nationaler Befreiungsbewegungen, Eurozentrismus und Paternalismus – sollten überwunden werden.

Mittendrin bei den Diskussionen war ein lose strukturierter Verband, dem 1977 ein paar Menschen den langweiligen Namen Bundeskongress entwicklungspolitischer Aktionsgruppen, kurz BUKO, verpassten. Der BUKO sollte die gemeinsame Plattform für eintausend Dritte-Welt-Aktionsgruppen in der ehemaligen BRD sein, die mehr oder weniger isoliert voneinander arbeiteten. So stand der erste Bundeskongress (BUKO) 1977 ganz unter dem neuen Organisationsstern.

Danach ging es um gemeinsame Aktionsschwerpunkte: die Kampagne zu Südafrika und UNCTAD; seit 1980 gibt es die Pharmakampagne; außerdem entstanden die Kampagnen „Waffen für El Salvador“ und „Stoppt den Rüstungsexport“; der BUKO beteiligte sich an Aktionen gegen den Weltwirtschaftsgipfel in Bonn.

Nach dem Epochenbruch von 1989 veränderte sich die Situation dramatisch. Von einem neuen Internationalismus im Hinblick auf Bündnispolitik und Mobilisierungsfähigkeit konnte keine Rede mehr sein. Auch für den BUKO hieß es damals, den „Versuch einer Neubestimmung von Solidarität in unübersichtlicher gewordenen Zeiten“ zu unternehmen. So orientierte man sich erst einmal am Selbstverständnis handelnder Akteur_innen, denen es nicht um das Erringen der Staatsmacht ging, sondern um Stärkung nicht hierarchischer Strukturen und emanzipatorischer Kräfte „von Unten“ (Zapatistas, Tute Bianche, Peoples Global Action und La Via Campesina).

Auch die Antiglobalisierungsbewegung – und mit ihr der BUKO – reagierte mit einer Vervielfältigung seiner Strategien und Politikformen auf die Erfahrungen früherer Bewegungen. Vor dem Hintergrund des Protestes gegen die Tagung der Welthandelsorganisation in Seattle kritisierte der BUKO-Arbeitsschwerpunkt Weltwirtschaft und das iz3w den lobbyistischen Schmusekurs vieler Vertreter_innen von Nichtregierungsorganisationen gegenüber staatlichen und supranationalen Institutionen.

Beim 25. Kongress im Mai 2002, an dem rund tausend Leute teilnahmen, wurde der Kritik an überkommenen Organisierungs- und Entwicklungsvorstellungen durch die Namensänderung in „Bundeskoordination Internationalismus“ Rechnung getragen und die BUKO zu einem Netzwerk nicht nur der „Dritte-Welt“-Solidarität, sondern auch feministischer, ökologischer, antimilitaristischer, antifaschistischer und antirassistischer Gruppen. “Radikal global" sollten internationalistische Theorie und Praxis sein, verbunden mit den sozialen Kämpfen im eigenen Land und dem eigenen Alltag.

Der Internationalismus hat im Laufe der letzten vier Jahrzehnte diverse Reflexions- und Häutungsprozesse durchlaufen. Die BUKO steht in dieser Tradition des kritisch-solidarischen Umgangs mit Protest- und sozialen Bewegungen weltweit. Nur mit den globalen Partner_innen können Handlungsperspektiven für eine Welt ohne entwürdigende Lebensbedingungen, ohne Ausbeutung entworfen werden. Angesichts der derzeitigen weltweiten Umwälzungsprozesse, neuer Nationalismen, Sexismen und Rassismen, ist die Notwendigkeit der Organisierung emanzipativer Politik weiter gestiegen.

HEUTE

Die BUKO hat ein aufregendes Jahr hinter sich: Auf dem BUKO INTERNO im Mai in Wernsdorf wurde über die Zukunft der BUKO diskutiert und Pläne geschmiedet. Auf dem Kooperationskongress zum Technologischen Zugriff wurde über verschiedene Aspekte technologischer Entwicklungen, ihre Auswirkungen, sowie solidarische Perspektiven der radikalen Linken zu selbstbestimmten Alternativen diskutiert. Die Vernetzung der BUKO zu Geflüchteten und migrantischen Communities wurde durch die Beteiligung an der Refugee Konferenz im Februar in Hamburg und die Unterstützung der Refugee-No-Stress-Tour im Sommer vorangetrieben. Die Arbeitsschwerpunkte Gesellschaftliche Naturverhältnisse (GesNat), Bildung und Emanzipation (BiEm) und StadtRaum (ASSR) sind weiterhin aktiv im sozialökologischen, bildungs- und stadtpolitischen Bereich und organisieren Seminare, Vernetzungstreffen und Veranstaltungen zu internationalistischen Themen.

Außerdem hat die BUKO dieses Jahr wieder wichtige aktuelle Debatten in Seminaren und Veranstaltungen aufgenommen, wie zum Beispiel zur Situation in Kobanê und Griechenland oder zu den Kämpfen der queeren Communities in Honduras oder von politischen Gefangenen in Kolumbien.

MORGEN

Der ASSR gemeinsam mit anderen stadtpolitischen Zusammenhängen lädt im März 2017 zum dritten Recht-auf-Stadt Forum nach Frankfurt/Main ein. Ziele dabei sind bundesweit und international stadtpolitische Gruppen zu vernetzen und die Bewegung für ein Recht auf Stadt zu stärken.

Der Arbeitsschwerpunkt BiEm will nächstes Jahr die eigene Arbeit in Form eines Manifests zu kritischer Bildung reflektieren. Außerdem wird eine Bildungs- und Vernetzungsreise zu einer anarchistischen Schule in Spanien organisiert.

Die BUKO spinnt derzeit an einer großen Idee: Ein Kongress auf dem Fusiongelände im Sommer nächsten Jahres. Da 2017 kein Fusionfestival auf dem Gelände stattfinden wird, ist dies eine prima Gelegenheit, uns auf das sagenumwobene Gelände unserer Freund_innen zu begeben.

Auch die Zusammenarbeit mit geflüchteten Genoss_innen soll weiter verfolgt und ausgebaut werden. Und bei den Mobilisierungen und Aktionen rund um die G20-Proteste in Hamburg wird die BUKO natürlich auch mitmischen.

Damit das alles Wirklichkeit wird, braucht die BUKO bis zum nächsten Herbst 33.333 Euro. Wir haben keine institutionelle Förderung und sind auf euch und eure Spenden angewiesen. Jeder Cent hilft. Wir danken euch!

Die BUKO wird 40! + Kein Ende in Sicht! + Es geht weiter! + The future is unwritten! + Auf die nächsten 40 Jahre! + Seid dabei! +Spendet jetzt!


BUKO braucht 33.333 € – bis zum Herbst 2017

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