Pressemitteilung:

Der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) streicht Fördergelder für die Bundeskoordination Internationalismus (BUKO)

Hamburg, 21. Dezember 2004

Nach fast 25-jähriger Zusammenarbeit kündigte der Evangelische Entwicklungsdienst (EED) der Bundeskoordination Internationalismus (BUKO) vor einigen Tagen die gesamten Zuschüsse ab 2005. Die Bezuschussung der entwicklungspolitischen Bildungsarbeit der BUKO bestand aus einer jährlichen institutionellen Förderung (v.a. Lohnkosten, Miete, Verwaltungskosten, etc. für die Geschäftsstelle) und einer jährlichen Kongressförderung, zuletzt jeweils 15.000 Euro. Anlass war eine Aktion, die am Rande des letzten BUKO-Kongress bei H&M stattfand und weder von der BUKO geplant noch von ihr zu verantworten war.

Diese unerwartete Entscheidung des EED hat eine enorme Tragweite für die BUKO. Unerwartet, da sich die BUKO in den letzten Monaten der Kritik des EED an der Aktion durch Diskussionen gestellt hat - sie kam sogar der intern höchst umstrittenen Aufforderungen des EED nach, sich öffentlich von der Aktion zu distanzieren. Unerwartet aber auch, weil die verantwortlichen Gremien des EED wissen, dass die erfolgreiche Arbeit einer Struktur wie der BUKO auf die institutionelle Förderung des EED angewiesen ist. Und unerwartet, weil ohne diese Förderung die Durchführung des Bundeskongresses im bisherigen Umfang nicht mehr möglich ist und die Arbeit der Geschäftsstelle akut gefährdet wird.

Der EED hat eine politische Entscheidung getroffen! Linke internationalistische Politik wird von der evangelischen Kirche nicht mehr unterstützt.

Zur Zeit ist offen, wie die Arbeit der BUKO in Zukunft weitergeführt werden kann.

Eine ausführlichere Erklärung folgt demnächst.


Vom 18. bis 20. März 2005 wird sich der BUKO-Ratschlag mit dem Thema befassen. Alle, die ein Interesse am Fortbestehen der BUKO haben, sind dazu herzlich eingeladen.

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